Technische Funktionen der Solaranlage

Die Sonne erhitzt das durch die Kollektoren fließende Wasser, das dann über einen Wärmeaustauscher die Energie an das Leitungswasser im Warmwasserspeicher oder an die Heizung abgibt.
Der Wärmeaustauscher sorgt dafür, dass sich das Leitungswasser nicht mit dem Solarwasser vermischen kann. Der Speicher sorgt für eine konstante Warmwasser-Versorgung.

 

Bestandteile einer Solarwärme-Anlage

Bei den Anlagen handelt es sich in aller Regel um komplette Bausätze. Diese bestehen im wesentlichen aus:

 

- den Kollektoren, welche die Wärmestrahlung der Sonne auffangen und die absorbierte Wärme möglichst verlustfrei über die so genannte Solarflüssigkeit ins Haus transportieren;

 

- dem Speicherkessel, in dem das Wasser über Wärmetauscher (Kupferrohrschlagen) erhitzt und gespeichert wird;

 

- dem Solarkreislauf, über den die Sonnenwärme über gut isolierte Rohre von den Kollektoren in den Speicher gelangt – wobei als Trägermedium eine Mischung aus Wasser und Frostschutzmitteln (meistens auf Glykol-Basis) benutzt wird;

 

- einer Pump- und Reglerstation zur Steuerung der Anlage bei wechselnden Witterungsverhältnissen und nach Warmwasserbedarf.

 

In der Anlagenausrichtung wird nach Anlagenzweck zwischen zwei Anlagen unterschieden:

 

- Anlagen zur Warmwassererzeugung, die nur zur Aufbereitung von Trink- und Leitungswasser dienen; hier kann mit einer Kollektorenfläche von vier bis fünf Quadratmetern und einem 400-Liter-Solarspeicher bei einem Sechs-Personen-Haushalt ein jährlicher Deckungsgrad von etwa 70 Prozent erreicht werden;

 

- Kombi-Anlagen, die zusätzlich die Heizung mit Warmwasser unterstützen; bei einer Kollektorenfläche von 11 bis 12 Quadratmetern und einem 700-Liter-Solarspeicher ist hier eine Einsparung von etwa 30 Prozent des gesamten Warmwasser- und Heizungsenergiebedarfs möglich.

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